Gründung der Deutschen Hypertonie Stiftung

Auf Initiative von Prof Dr. med. Peter Dominiak, dem Vorsitzenden der Deutschen Hochdruckliga von 1998 bis 2001, wurde die Idee einer Deutschen Hypertonie Stiftung vom Vorstand realisiert. Im Juli 2003 wurde die Deutsche Hypertonie Stiftung vom Regierungspräsidium Karlsruhe als "rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts" anerkannt. Zweck der Stiftung ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und von Wissenschaft und Forschung durch Beschaffung von Mitteln für die Deutsche Hochdruckliga zur Erforschung, Behandlung und Bekämpfung des Bluthochrucks. Das Stiftungskapital beträgt derzeit 25.000 EUR und wurde der Stiftung von Prof Dr. med. Dieter Klaus zur Verfügung gestellt.

Laut Stiftungsgesetz darf das Stiftungsvermögen nicht angegriffen werden. Für die Erfüllung der Stiftungszwecke stehen, abgesehen von Spenden, nur die jährlichen Erträge zur Verfügung, die sich aus der Anlage des Stiftungsvermögens in sicheren Wertpapieren ergeben. Derzeit wird aus den Erträgnissen der Dieter-Klaus-Förderpreis für die Hochdruckforschung finanziert. Die weiter gesteckten Ziele der Deutschen Hypertonie Stiftung umfassen Bereiche wie insbesondere Förderung des Aufbaus von Selbsthilfegruppen, Erweiterung der Ansprechstelle für Selbsthilfegruppen, Sicherung der Finanzierung der Patientenzeitschrift und des Herz-Kreislauf-Telefons und Unterstützung von Forschungsprogrammen wie beispielsweise die Aufklärung in Schulen.

Um diese Ziele zu erreichen, hofft der Stiftungsbeirat auf Zuwendungen und Spenden aus dem Kreis der Mitglieder oder Freunde der Hochdruckliga. Zuwendungen fließen dem Stiftungsvermögen zu, Spenden müssen zeitnah ausgegeben werden. Es ist auch möglich als Zustifter tätig zu werden und bei der Deutschen Hypertonie Stiftung eine "nichtsrechtsfähige Stiftung" zu errichten, die von der Deutschen Hypertonie Stiftung verwaltet wird. Zustifter können ebenso wie Spender ihre Schenkungen mit Auflagen versehen, d.h. ihre Verwendung auf spezielle, von ihnen benannte Aufgaben beschränken, die im Rahmen des Stiftungszweckes liegen müssen. Zuwendungen, Spenden und Zustiftungen können bei einkommenssteuerpflichtigen Steuerzahlern als Sonderausgaben in einer Höhe von 10% steuermindernd geltend gemacht und bei Großspenden über sieben Jahre verteilt werden.

Die Errichtung von Stiftungen und Zustiftungen durch Schenkung oder testamentarische Verfügung hat in Deutschland nach langer Stagnation in den letzten Jahren erfreulich zugenommen. Derzeit gibt es in Deutschland mehr als 11.000 Stiftungen, darunter so erfolgreiche Stiftungen wie die Deutsche Herzstiftung. Während diese sich vorwiegend den Herzkrankheiten zuwendet, sieht die Deutsche Hypertonie Stiftung ihre Aufgabe in der Vorbeugung dieser und aller derjenigen Krankheiten, die erst als Folge von Bluthochdruck auftreten. Der Stiftungsbeirat freut sich über jede auch noch so kleine Zuwendung oder Spende, die letztlich auch der Sicherung der finanziellen Basis der Deutschen Hochdruckliga dient. Weitere Auskünfte werden vom Geschäftsführer der Stiftung, Herrn Mark Grabfelder, gern erteilt.